Karnivoren

blume

Fleischfressende Pflanzen haben mich vom ersten Moment an fasziniert. Und das nicht nur, da sie das Prinzip "Tiere fressen Pflanzen" auf den Kopf stellen.

Die hoch spezialisierten Pflanzen kommen in verschiedenen Gebieten der Erde vor. Manche Arten stehen ständig im Wasser, andere wachsen in den Tropen. Aber die meisten Arten kommen in nährstoffarmen und saueren Böden (Mooren und Feuchtgebieten) vor, so dass sie die unterschiedlichsten Fangmethoden entwickelt haben, um sich durch den Fang von Insekten zusätzliche Nährstoffe zu beschaffen. Fleischfressende Pflanzen gehören trotz all dem zu den Blühpflanzen, besitzen (oftmals schwach ausgebildete) Wurzelsysteme und betreiben Photosynthese wie ganz "normale" Pflanzen. Der Tierfang ist nicht mal lebensnotwendig, sie überleben auch ohne die animalische Zusatznahrung. Man hat aber herausgefunden, dass die Pflanzen durch die zusätzlichen Nährstoffe aus Tieren wachs- und blühfreudiger sind. Am Naturstandort bedeutet diese Tatsache einen Standortvorteil gegenüber konkurrierenden Pflanzen.

Weltweit sind über 500 Karnivoren Arten bekannt. Viele dieser Karnivoren kann man über den Fachhandel beziehen und zuhause kultivieren.

Daraus ergeben sich einige wichtige Aspekte für die erfolgreiche Kultur der Pflanzen:

  • Als Substrat darf man nur sauren, ungedüngten Hochmoortorf verwenden.
  • Die Pflanze sollte stets feucht, teilweise sogar nass gehalten werden.
  • Nur mit weichem, kalkfreiem Wasser gießen (Regenwasser, destilliertes Wasser).
  • Die Pflanzen an einen hellen, sonnigen Platz stellen.
  • Viele Karnivoren lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Also ist von einem Platz über der Heizung abzuraten.
  • Nicht Düngen!
  • Vor dem Kauf einer Fleischfressenden Pflanze ausreichend informieren.
  • Den Pflanzen immer ausreichend große Töpfe oder Gefäße zur Verfügung stellen.
  • Karnivoren niemals aus der Natur entnehmen!!


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