Island 20. Mai - 24. Mai 2014

Meine Reise zum Land aus Feuer und Eis

Meine Reiseroute

Island ist mit ca. 103 000 km² die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich unterhalb des Polarkreises.

20. Mai  » Abflug um 14:20 in Frankfurt «

flugzeug luftaufnahme luftaufnahme

» Ankunft um 15:35 in Keflavík «

Gelegen in dem aufstrebenden Hafenviertel und nur wenige Schritte von der Innenstadt entfernt, ist das Icelandair Hotel Reykjavík Marina.

hotel hotel hotel hotel


Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet. Unser Zimmer war im Seemann Design und hatte einen tollen Ausblick auf das historische Trockendock Slippur.

zimmer zimmer slippur slippur slippur


Unser erster Besuch galt dem Sonnenschiff Sólfar. Die aus Edelstahl bestehende Skulptur befindet sich an der nördlichen Küstenstraße Sæbraut. Sie stellt ein Wikingerschiff dar und zeigt zum Sonnenuntergang im Norden.

solfar


Weiter ging es am ersten Abend zur Hallgrímskirkja, der größten Kirche in Island. Vor der Hallgrímskirkja befindet sich die Statue von Leifur Eiríksson, dem isländischem Entdecker.

hallgrímskirkja


21. Mai  » Der goldene Kreis «

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Mit dem Flybus ging es als erstes zum Gewächshaus Center. Dort werden verschiede Gemüsearten, wie Tomaten, Paprika und Gurken, für gesamt Island gezogen. Die Pflanzen werden mit Licht bestahlt und durch die Thermalwärme beheizt. Dadurch gelingt es Island unabhängig zu bleiben.

flybus landschaft tomaten birken


 » Haukadalur «

Haukadalur ist Islands berühmtestes Geothermalgebiet. Hier brodeln die beiden Geysire Stóri Geysir und Strokkur. Geysire sind sehr empfindliche Naturphänomäne und seit 2000 läßt Stóri Geysir nur noch unregelmäßig von sich hören.
Gleich am Eingang befand sich diese schöne Thermalquelle

thermalquelle


Der Geysir Strokkur ist die Hauptattraktion in Haukadalur. Alle 10 Minuten beginnt das Wasser im kleinen Kessel zu wallen, schließlich ertönt ein tiefes Grollen und es bildet sich eine wunderschöne, türkisfarbene Blase, aus der fauchend und zischend eine bis zu 35 Meter hohe kochende Wassersäule in den Himmel schießt.

strokkur strokkur strokkur strokkur strokkur strokkur





Die Thermalquelle Blesi besteht aus zwei Teilen, der etwas höher gelegene heiße Teil ergießt sich in ein Becken, das durch seine leuchtend blaue Färbung auffällt. Die Ursache für diese blaue Färbung sind die enthaltenen Mineralien die das blaue Licht reflektieren.

blesi


Litli Geysir ist eine weitere Springquelle in Haukadalur.

litli geysir panorama

Panorama von Haukadalur (Panorama bitte anklicken)

Nach diesem Erlebnis ging es weiter Richtung Gullfoss.

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 » Gullfoss «

Nur 9 Kilometer nordöstlich von Haukadalur erfüllt das stete Rauschen des Gullfoss die Luft. Zweistufig stürzt er 11 und 21 Meter tief in eine schräg zur Fließrichtung stehende Schlucht, die später bis zu 70 Meter tief wird. An sonnigen Tagen steht in der Wolke aus Sprühwasser oft ein wunderschöner Regenbogen über dem Wasserfall.

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Dabei passiert man einen Gedenkstein für die Witwe Sigriður Tómasdóttir vom nahem Gehöft Brattaholt. Die junge Frau verhinderte im Jahr 1920 die Zerstörung des Wasserfalls durch ein geplantes Wasserkraftwerk, indem sie drohte, sich in die Fluten des Wasserfalls zu stürzen.

gedenkstein gullfoss





Vorbei an einer wunderschönen Landschaft ging es nun zu letzte Station dem Nationalpark Þingvellir.

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 » Þingvellir «

Kein Ort in Island ist geschichtsträchtiger und für die Isländer bedeutungsvoller als die Ebene Þingvellir. Das von Schluchten durchzogene Gebiet grenzt an den größten Binnensee des Landes und ist zudem geologisch hochinteressant. Nirgendwo läßt sich die Kontinentaldrift besser erkennen als hier. Der See Þingvallavatn selbst ist mit 84 km² der größte natürliche See des Landes. Er hat weitgehend flaches Gepräge, erreicht aber an seiner tiefsten Stelle immerhin 114 Meter Wassertiefe. Das wertvolle Trinkwasserreservoir bietet einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt eine Heimat. Der Þingvallavatn ist eines der fischreichsten Gewässer des Landes. Zu ihnen gehören neben Forellen vor allem Murtas, eine nur hier vorkommende Fischart. Und genau wie die Ebene von Þingvellir so existiert auch der Þingvallavatn nur aufgrund der Kontinentaldrift.
Þingvellirs Geschichte beginnt in der Frühzeit von Island.
Das Altþing wurde im Jahr 930 gegründet und ist das älteste noch heute bestehende Parlament der Welt. Es war eine alljährliche Versammlung aller freien und volljährigen Männer höheren Standes, die hier in Þingvellir über Gesetzgebung und spezielle Rechtssprechung abstimmten. Todesstrafen wurden direkt vor Ort vollstreckt.
Im Jahr 1000 beschloss der Gesetzessprecher der Altþing, dass die Isländer dem christlichen Glauben angehören sollten. Die erste Kirche wurde hier in Þingvellir errichtet.
Das ungewöhnlich klare Wasser stammt aus dem 50 Kilometer entfernten Gletscher Langjökull. Während seiner 20 bis 30 Jahre dauernden Reise wird das Schmelzwasser durch das poröse Lavagestein gefilter. Die Sicht unter Wasser betragen teilweise über 100 Meter. Die Schlucht Silfra erfreut sich vor allem bei Taucher wachsender Beliebtheit.

Þingvellir Þingvellir Þingvellir Þingvellir Þingvallavatn Þingvellir silfra


lava lava lava

Þingvellir gehört zu den weltweit wenigen Orten, an denen das Auseinanderdriften zweier Kontinentalplatten direkt beobachtet werden kann. Auf der Aussichtsplattform befindet man sich auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Von dort aus sieht man im Osten in 7 Kilometer Entfernung die Ränder der eurasischen Platte. Das Land dazwischen sinkt langsam in den sich verbreiternden Raum zwischen den Kontinenten. Innerhalb der letzten 9000 Jahren hat sich die Riftzone um 70 Meter verbreitet und ist um 40 Meter gesunken.

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Panorama von Pingvellir (Panorama bitte anklicken)




22. Mai  » Reykjavík «

Am Nachmittag machte ich eine Bootsfahrt mit einem der ältesten noch fahrtüchtigem Eichenboot. www.reykjavikbyboat.is
Dazu ein paar Eindrücke von Reykjavík. Häuser in Reykjavík . . .

reykjavík reykjavík reykjavík reykjavík reykjavík reykjavík


und Warmwasserspeicher Perlan . . .

perlan


sowie das Konzerthaus Harpa mit seinen bunter fischschuppenähnlichen Glassteinfassade.

harpa harpa


Sehr interessant fand ich auch das isländische Telefonbuch.
Die Namensgebung ist noch am patriarchalischen System der Landnahmezeit orientiert. Der Vorname des Vaters ist gleichzeitig − mit Zufügung von “son” oder “dóttir” − der Nachnahme des Sohnes oder der Tochter.
Heißt der Vater z.B. Páll, sein Sohn Jón und seine Tochter Ásta, so tragen diese den Nachnamen Jón Pállson bzw. Ásta Pálldóttir.
Da dieser Nachname auch nicht − etwa durch Heirat − veränderbar ist, gibt es demzufolge keine Familiennamen, sondern in einer dreiköpfigen Familie können drei verschiedene Nachnamen vorkommen. Ausländer die sich auf der Insel niederlassen wollen, müssen einen isländischen Nachnamen annehmen. Die Tatsache, dass über 80 % der Bevölkerung nach diesem System benannt sind, hat u.a. folgende Konsequenzen: Normalerweise nennen sich die Isländer beim Vornamen. Und die Telefonbücher sind nach Vornamen geordnet.
Selbst für den Fall, dass der Vater namentlich nicht bekannt ist, was zur Zeit der amerikanischen Besatzung vorkam, fand man auf Island eine Lösung: Man benannte das Neugeborene einfach nach “Hermann” oder “Hans”. Denn Hermann ist nicht nur ein Vorname, sondern auch das isländische Wort für Soldat, also kann Hermansson sowohl “Hermanns Sohn” als auch “Soldatensohn” bedeuten. Hans hat die zusätzliche Bedeutung “sein” , sodass Hansson sowohl “Hans Sohn” als auch “sein” Sohn meinen kann.

telefonbuch


 » Islandpferde «

Das Islandpferd ist eine vielseitige und robuste Pferderasse, die dank ihres kräftigen Körperbaus auch von Erwachsenen geritten werden kann. Islandpferde gehören zu den Gangpferden, da die meisten von ihnen nicht nur über die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp verfügen, sondern zusätzlich über die genetisch fixierten Gangarten Tölt und/oder Pass. Als Islandpferd anerkannt werden nur reingezogene Tiere, ohne Fremdbluteinkreuzung, deren Abstammung lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen ist. In Island ist die Einfuhr von Pferden verboten. Daher können Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, nicht wieder nach Island eingeführt werden. Isländische Bauern züchten bis heute hauptsächlich Pferde und Schafe. Große Teile der Herden weiden im Sommer ohne Aufsicht im Hochland, bevor sie im September zu Pferd wieder zurückgetrieben werden.Im Isländischen gibt es nur das Wort “hestur” für Pferd und mangels anderer Equus-Rassen auf der Insel ist eine weitere Unterscheidung nicht nötig. In Island gibt es ca. 77 000 Pferde.

islandpferd


 » Viðey «

Viðey ist eine Doppelinsel vor Reykjavík. Sie ist heute noch durch eine 130 Meter breite Landzunge verbunden.
Die Gaststätte Viðeyjarstófa war ehemals ein Augustinerkloster und der spätere Amtssitz des königlichen Schatzmeisters Skúli Magnússon. Es war das erste Steinhaus in Island und gehört zu den ältesten Gebäuden des Landes.

viðey viðey

Mein neues Lieblingslokal in Reykjavík ist das: STEIKHÚSIÐ — THE STEAK HOUSE    


 » Isländische Vögel «

In Island brüten ca. 160 Vogelarten

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Der Papageitaucher (Fratercula arctica) ist eine Vogelart aus der Familie der Alkenvögel (Alcidae). Zur Brutzeit werden die Oberkanten oder Hänge grasbewachsener, steiler Klippen oder Geröll- oder Blockschutthalden an deren Fuß aufgesucht. Die besiedelten Klippenbereiche weisen meist eine mindestens 20 cm dicke, grabfähige Substratschicht auf, in der sich Höhlen befinden oder in der selbst Höhlen gegraben werden können. Außerhalb der Brutzeit sind Papageitaucher noch stärker an das offene Meer gebunden als die anderen europäischen Lummen und der Tordalk. Hauptnahrung der Papageitaucher ist Fisch. Papageitaucher können bis zu siebzig Meter tauchen, finden jedoch gewöhnlich ihre Nahrung in geringeren Gewässertiefen.

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Typisch isländisches Verkehrsschild, das den Weg zu den jeweiligen Bauernhöfen zeigt.

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Die isländische Währung sind isländische Kronen (ISK). 1000 ISK sind 6,48 Euro

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23. Mai  » Südküste «

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Landschaft entlang der Südküste

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 » Sólheimajökull Gletscherzunge des Mýrdalsjökull «

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 » Strand von Vík í Mýrdal «

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Felsnadel Reynisdangar und Felsentor Dyrhólaey
Der Legende nach sollen 2 Trolle versucht haben, einen Dreimaster in ihre Höhle zu ziehen. Doch die Schiffsbesatzung wehrte sich nach Kräften, solange bis die Trolle von der Sonnen überrascht wurden und zu Stein erstarrten.

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Panorama von Vík í Mýrdal (Panorama bitte anklicken)







Landschaft unterhalb es Eyjafjallajökull.

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 » Freilichtmuseum Skógarsafn «

Skógar hat nur 25 Einwohner und liegt zwischen den Gletschervulkanen Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull.

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Das Wohnhaus von Skál in Siða wurde 1919 - 1920 gebaut und 1989 in Skógar wieder aufgebaut. Ein Wohnhaus über einem Kuhstall sowie ein Vorderhaus mit Küche und Stube. Das Haus wurde bis 1970 bewohnt.

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 » Skógarfoss «

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 » Seljalandsfoss «

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24. Mai  » Rückflug um 7:30 «

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Altitude: 10668 m
Outside Air Temperature: −51,0°C
Localtime at Frankfurt: 12:16
Distance from Keflavík: 2144 km
Distance to Frankfurt: 259 km
Time to Frankfurt: 0:35